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Die Engellehre anhand der Schriften
der großen Theologen und des kirchlichen Lehramtes

Engelschriften der Ostkirche

Die frühen Liturgien des Jakobus, des Serapion und des Markus
Die ausgeprägten Liturgien des Johannes Chrysostomos und des Basilius und der Vorgeweihten Gaben

Seit den frühen Liturgien der östlichen Christenheit, welche schon eine gewisse Festigung im 4. Jahrhundert erfahren haben, werden die Engel als himmlischen Liturgen angerufen, die in der Liturgie der Eucharistie  hier auf Erden gegenwärtig sind. Zugleich wird auch für den Alltag um den Friedensengel, der zugleich Schutzengel ist, gebetet. Eine etwas eigene Auslegung der Engel haben die Syrischen Christen.

Das Schrifttum der orthodoxen Kirche

In der Zeit zwischen der Völkerwanderung und dem Frühen Mittalalter schrieben über die Engel: Kosmas Indikopleustes, Isaak von Ninive, Johannes von Damaskus, Theodor Studita.

Die weiteren zahlreichen orthodoxen Theologen, die über die Engel schreiben, bleiben im Rahmen dessen, was die Liturgie vorgibt. Das ist die Engellehre, wie sie sich in Byzanz vor dem Schisma entwickelt hatte.

Im 11. Jahrhundert schreibt Michael Psellos, der als Besonderheit die Zahl der Engel -geringer als die Menschen - betrachtet und Basilius Manuel Paleologos, der seine Engellehre in einen Dialog mit einem Muslim kleidet.
Im 13. Jahrhundert schreibt Nicetas Acominatos eine schöne Summe einer Angelologie.Die Engel sind gemäß seiner Lehre vor der Erschaffung des Kosmos geschaffen, Michael und Gabriel bilden in ihrer Fürsprachentätigkeit eine Einheit. Die Engel haben teil am göttlichen Licht.
Im 14. Jahrhundert wurde die Entschlafung Mariens mit deren Erhebung über die Engelhierarchien in Zusammenhang gebracht. Und hier ordnet eine Reihe orthodoxer Schriftsteller des 14. Jahrhunderts die Engel nicht nur Christus als dem einen, der die Gnade für sie verdient hatte, unter, vielmehr lehrten sie, dass Maria für die Engel die Mittlerin war. So schreibt Palamas, Theophanos von Nizäa (+1381), Isidor Glabas von Thessalonien (+1397), Nicolas Cabsilas und Symeon der Thessalonicher, dass die Engel die Gnade und Glorie durch die Gottesgebärerin Maria erhalten haben. Daraufhin ordneten auch Schreiber wie Josef Bryennios, Theodor von Mykene und Markous von Ephesus in ihrem Gnadenempfang ganz der Menschwerdung Jesu unter, auch in der Zeitlichkeit: erst als Maria als Gottesgebärerin erschien, bekamen die Engel die Gnade.
Zugleich kam auch der Einfluss des St. Thomas von Aquin durch die Angelologie des Georg Scholarios, eines Übersetzters des hl. Thomas, in die orthodoxe Engellehre.

Im 15. Jahrhundert wurde von den Bilderstürmern wie Cyrill Lukaris, auch die Engelverehrung verboten. Zugleich wurde auf dem Konzil von Jersalem um 1572 die herkömmliche Engellehre bestätigt.

Das Schrifttum der Monophysiten und Nestorianer

Die nestorianische Eucharistieliturgie und die Liturgien der monophysitischen Kirchen wie der Syrer, Armenier, Kopten und Äthiopier erwähnen die Engel ähnlich wie die byzantinische Liturgie. So erwähnen die Nestorianer im Kanon die Engel mit folgenden Worten: "... tausend mal tausend jener in der Höhe, die sich niederbeugen und in Anbetung verharren, und die zehntausend mal zehntausend heiligen Engel und Heere von geistigen Wesen, Diener des Feuers und Geistes, die deinen Namen loben mit den heiligen Cherubim und geisterfüllten Seraphim und deiner Herrschaft die Anbetung darbringen", trotzdem sie kein Engelfest im Kirchenjahr haben.

In gleicher Weise beten die Monophysiten vor dem Trishagion am Beginn des Kanons: "Vor dir stehen die tausend mal tausend und die zehntausend mal zehntausend Engel und Erzengel und dienen dir; denn vor dir stehen die zwei lebendigen Geschöpfe, die überaus ehrwürdigen, die sechsflügeligen und vieläugigen, die Seraphim und Cherubim, mit zwei Flügeln, die ihr Antlitz aus Ehrfurcht vor deiner Gottheit bedecken, mit zweien, die ihre Füße bedecken und mit zweien, mit denen sie fliegen." In den monophysitischen Kirchen sind Engelfeste bekannt .

Die Theologen. Es kann hier lediglich ein allgemeiner Überblick über die historische Entwicklung geboten werden . Wir wollen ihn auf zwei wichtigere Punkte beschränken.

1. Sowohl die Nestorianer als auch die Monophysiten stießen früh auf die Werke des Dionysios. So ahmten ssie die hierarchische Chorordnung des Dionysius genau nach. Doch die syrischen Namen der Engel stammen aus einer vordionysianischen Tradition, hergeleitet von Aphraates und Ephräm. Außer mit den griechischen Namen der Hierarchien werden die Engel oft als die ,,Wachsamen", die ,,Feurigen", die ,,Himmlischen« bezeichnet. Einige Dokumente enthalten mehr exzentrische Anrufungen: "die Ruhmreichen, die Gewandeten, die Lichten, die Fröhlichen, die Vergnügten ... Andere enthalten Termini aus Ezechiel: die Räder, die Augen .
Meist wird von den Schreiben die Neunzahl der Chöre genannt (Ausnahme Severus Bar Shakako, monophysitischer Bischof des 13. Jhds, mit einer Zahlnennung von hundert Chören).
Der nestorianische Bischof Solomon von al Basra im Irak, ebenfalls im 13. Jhd, definiert die Engel als ,,Bewegungen; jede der Ordnungen sei für eine bestimmte Bewegung bestimmt, für die Bewegung einer bestimmten Art, ,,feurig", ,,fixiert", ,,ausgerichtet" usw. .
Das ,,Buch der Väter" definiert sie als ,,Intelligenzen" verschiedener Art.

2. Die Nestorianer und die Monophysiten kannten länger als dies in Byzanz oder im Westen der Fall war, eine Literatur, die den Apokryphen der frühen Jahrhunderte ähnlich war.
So gibt Solomon nach der Bestimmung der Hierarchien der Engel die Zahl der Engel an: Jede Ordnung hat so viele Engel, wie es Menschen gibt. Es wird die Lehre vom persönlichen Schutzengel erwähnt. Weil Streit unter den Engeln über die Ranghöhe ausbrach, mussten alle Engel in die mittlere Ranghöhe. Sei Erschaffung der Engel müssen alle Engel innerhalb des Firmamentes leben ausgenommen die höchsten Chöre.
Im äthiopischen Buch der ,,Mysterien des Himmels und der Erde aus dem 15. Jhd wird die Atmosphäre eher kämpferisch als kontemplativ. Im Verlauf seines großen Kampfes gegen den Satan organisiert Michael seine Armee. Er verfügt über 600 000 Schützen, 800 000 Feuerfechter, 700 000 mit Feuerschleudern bewaffnete Engel usw. Nach seinem Sieg wird Michael mit einem Kreuz aus Licht belohnt . Solche Art von Angelologie gehört eher zur Folklore als zur Theologie. Es versetzt uns mehrere Jahrhunderte zurück, verglichen mit der angelologischen Literatur der orthodoxen und der katholischen Kirchen derselben Periode.
Das ,,Buch der Heiligen" der äthiopischen Kirche (15. oder eher 12. Jhd) berichtet wichtige oder kleinere Geschehnisse, die den Engeln zugeschrieben werden, ,,dem Engel der Freude, Gabriel, der sehr schnell dahineilt" , Raguel, ,,dem Engel, einem der neun Erzengel, der Henoch über das Feuer, das brennt, unterwies und über die Zerstörung der Welt; er ist der Engel des Lichtes" ; Michael, ,,dem Anführer der Himmelsheere" , ,,dem Engel, der mit allen Heiligen und Martyrern war und sie bestärkte", Raphael, ,,dem Heilungsengel", Suriel, ,,dem Engel, der mit dem heiligen Esra war und ihm verborgene Mysterien mitteilte" .
In all dem haben Frömmigkeit und Theologie das legendenhafte Stadium der Angelologie nicht überwunden.

Schon Gregor von Narek, ein armenischer Mönch aus dem 10. Jahrhundert (um 944—1010), schrieb ein wunderbares Gebet über die Engel, das in bester Schrift- und Vätertradition steht. Die Engel sind himmlische Mittler, die als ,,Erzieher" auf die Menschen achten, indem sie jedem einzelnen beistehen, für ihn beten, ihn Jesus vorstellen, und sie sind dazu bestimmt, beim Jüngsten Gericht als Zeugen teilzunehmen.


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Die Engel in der Liturgie allgemein

Bei dem Kleinen Einzug während der Katechumenenmesse betet der Priester, dass die Engel, ,,die mit uns die Liturgie halten und mitverherr1ichen" die Güte Gottes, mit der Gemeinde Einzug halten mögen, denn Gott hat ,,in den Himmeln Ordnungen und Heere von Engeln zur Liturgie seiner Herrlichkeit bestellt". Dem folgt ein erstes Mal der Gesang des Hymnus der Engel, des Trishagions. Gott "wird von den Seraphim dreimal heilig gepriesen; von den Cherubim verherrlicht und von jeder Macht der Himmel angebetet".
Während des Offertoriums beginnt der Große Einzug mit dem ,,cherubinischen Hymnus": Das Volk, das "geheimnisvoll die Cherubim darstellt", wird eingeladen, alle Sorge der Erde abzulegen, um "den König des Weltalls aufzunehmen, der von den Heerscharen der Engel unsichtbar begleitet wird". Das entsprechende Gebet des Zelebranten betont die Unwürdigkeit der Menschen, sich den göttlichen Mysterien zu nähern: "Denn dir zu dienen ist groß und selbst für die himmlischen Mächte ehrfurchtgebietend." Gott regiert über "die irdischen und die himmlischen Geschöpfe"; er ,,thront auf den Cherubim"; er ist ,,Herr über die Seraphim". Die Anrufung der Engel erhöht die Glorie Gottes. Bevor das Trishagion des Kanons anhebt, sagt der Priester Dank "für diese heilige Liturgie, die du gnädig aus unseren Händen annehmen willst, obgleich Tausende von Erzengeln und Myriaden von Engeln und sechsflügelige, vieläugige Cherubim und Seraphim erhaben dich schwebend umgeben".
Doch sind die Engel nicht nur erhaben. Ihre Nähe zu Gott macht sie zu Symbolen für die Herrlichkeit Gottes. Gleichzeitig stehen sie jedoch den Menschen nahe. In der Kommemoration, die der Epiklese folgt, ist die Theotokos ,,verehrungswürdiger als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim". Die Litaneien der Anaphora und das Kommunionlied bitten "den Herrn um einen Engel des Friedens, einen gläubigen Führer, einen Beschützer unserer Seelen und unserer Leiber". Und am Ende wird das Volk entlassen mit ,,dem Schutz der ehrwürdigen himmlischen und unkörperlichen Mächte."
Die gemeinsame Engelliturgie ist besonders reich an Lehrgehalt. Michael wird "das Haupt der Mächte in der Höhe" genannt. Er "begleitet uns immer und bewahrt uns alle vor den Angriffen des Teufels." Gabriel ist "der oberste Heerführer", "Zeuge des Mysteriums der Inkarnation." Mit allen Engeln beten sie für die Gläubigen und stehen ihnen bei. Christus hat sie als Beschützer über die Menschen gesetzt. Michael und Gabriel sind "unsere Lehrmeister". Da Michael der Erste ist, "besitzt er den Glanz der Herrlichkeit Gottes"; Gabriel "erleuchtet die Ränge der immateriellen Wesen". Sie "erleuchten die Welt mit dem Feuer der unzugänglichen Gottheit"; sie "erhellen unsere Seelen." Wegen seines Sieges über Satan besingt die Kirche Michael: "Wo deine Gnade ihren Schatten wirft, o Erzengel, von dort wird die Macht des Teufels vertrieben, denn der gefallene Morgenstern kann dein Licht nicht ertragen."
Myriaden von Engeln stehen vor Gott, der "die Vielzahl der Engel durch sein hypostatisches Wort geschaffen hat und der sie geheiligt hat mit göttlichem Geist". Wegen dieser Erschaffung durch das Wort stehen die Engel in tiefer Dankesschuld zu Christus. Er schuf sie "im Abbild"; seine Gnade gab ihnen Unversehrbarkeit. Er "bewahrte sie vor der Hinneigung zum Bösen, indem er sie in seiner Nähe hält" Christus "vereinte in unaussprechlicher Weise die irdischen Dinge und die himmlischen und hat aus Engeln und Menschen eine Kirche gebildet". Engel und Christen bilden so eine Gemeinschaft, bestimmt zur Anbetung des Allerhöchsten.
Christus hat in der triumphierenden Kirche auch eine Unterordnung der Engel unter die Theotokos festgesetzt. Dies wird an verschiedenen Stellen der gemeinsamen Engelliturgie betont. Die Muttergottes "steht über den Cherubim und Seraphim und den Thronen". Die Engel, jungfräuliche Wesen, werden eingeladen, ,,sich mit uns über die Fürsprecherin und Mittlerin zu freuen", die ,,allerreinste Theotokos, die Herrscherin". Jedoch in den Hymnen, die an Maria gerichtet sind, nehmen die Engel eine entscheidend niedrigere Stelle in der himmlischen Hierarchie ein.
Die Engel grüßen ,,die Königin und Herrin der ganzen Schöpfung". Sie ist ,,über allen Geschöpfen im Himmel und auf Erden, ruhmreicher als die Cherubim", ,,würdiger als selbst die Cherubim und unvergleichlich ruhmreicher als die Seraphim". Maria ist ,,ein selbst für das Denken der Engel unergründlicher Abgrund". Ihre Empfängnis ist ,,Menschen und Engeln in gleicher Weise unbegreiflich". Bei der Darstellung ,,ergriff alle Himmel ein Staunen, als sie die Wohnung des Heiligen Geistes sahen. Bei der Verkündigung stand der Erzengel ,,in Ehrfurcht" vor ihr. Bei ihrem Heimgang sieht man Maria ,,sich himmelwärts über die Cherubim erheben". ,,Als die Engel die allerreinste Jungfrau erblickten, wie sie entschlief, staunten sie, dass sie sich von der Erde zum Höchsten erheben könne." Der ,,Gesang der Engel", das Ave-Maria Gabriels drücken das Staunen der Engelchöre über das Mysterium aus, das sich in der Gottesgebärerin vollzog . Die Bewunderung der Engel für Maria bildet ein häufiges liturgisches Thema: ,,Die Engel sind erfüllt mit Staunen" ; Gabriel spricht Maria an: ,,Gegrüßt seist du, durch die die ganze Schöpfung neu geschaffen wird, gegrüßt seist du, durch die wir unseren Schöpfer anbeten."


Die Frühen Liturgien

Jakobusliturgie: Ursprüngliche griechische Liturgie von Jerusalem und Antiochien, ausgebaut im 7.-8. Jahrhundert:

In der Litania (Fürbitten) nach dem Evangelium:

Den Engel des Friedens, den treuen Führer, den Beschützer unserer Seelen und Leiber, lasset vom Herrn uns vom Herrn erflehen

Der Cherubimsgesang:

Alles sterbliche Fleisch schweige, stehe mit Furcht und Schrecken und hege keinen irdischen Gedanken! Es kommt ja der König der Könige, der Herrscher der Herrschenden, Christus unser Gott, um geschlachtet und den Gläubigen gegeben zu werden. Mit aller Herrschaft und Macht gehen vor ihm die Chöre der Engel einher, die vieläugigen Cherubim und die sechsflügeligen Seraphim; sie bedecken ihr Angesicht und singen mit lauter Stimme den Hymnus: Alleluja, Alleluja, Alleluja.

In der Präfation:

Wahrhaft würdig und recht, geziemend und nützlich ist es, Dich zu loben, Dich zu besingen, Dich zu preisen, Dich anzubeten, Dich zu verherrlichen und Dir zu danken, dem Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, dem Schatze der ewigen Güter, der Quelle des Lebens und der Unsterblichkeit, dem Gotte und Gebieter des Alls. Dich preisen die Himmel der Himmel und alle ihre Macht, Sonne, Mond und der ganze Chor der Gestirne, die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist. Es preisen dich die himmlische Versammlung Jerusalem, die Kirche der Erstgeborenen, die im Himmelaufgezeichnet sind, die Geister der Gerechten und der Propheten, die Seelen der Martyrer und der Apostel, die Engel, Erzengel, Throne, Herrschaften, Fürstentümer, Mächte und die furchtbaren Kräfte, die vieläugigen Cherubim und die sechsflügeligen Seraphim. Diese bedecken mit zwei Flügeln ihr Antlitz und mit zwei Flügeln die Füße und rufen mit nie ruhender Stimme und mit nie schweigender Lobpreisung einander zu,
den Siegessang deines herrlichen Ruhmes mit heller Stimme singend, rufend, lobpreisend, schreiend und sprechend,
Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Himmel und Erde sind voll seiner Herrlichkeit.
Hosanna in der Höhe.
Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe.

Im Hochgebet nach der Anamnesis:

Würdig ist es fürwahr, dich die Gottesgebärerin, die immer beseligte und ganz makellose, die Mutter unseres Gottes, die ehrwürdiger ist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, selig zu preisen. Wir verherrlichen dich, da du unversehrt den Gott Logos geboren hast und wahrhaft Gottes Gebärerin bist.
An dir Begnadete, freut sich die ganze Schöpfung, das Heer der Engel und das Geschlecht der Menschen. ...

Vor der heiligen Kommunion betet der Priester:

Gott und Vater unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, großnamiger Herr, selige Natur, neidlose Güte, Gott und Herr aller. Du bist gepriesen in Ewigkeit, du sitzt auf den Cherubim und wirst von den Seraphim verherrlicht, um dich stehen tausendmaltausend und zehtausend Myriaden heiliger Engel und die Scharen der Erzengel; nimm die dir dargebrachten Gaben, Geschenke und Früchte zum lieblichen Geruche an und würdige dich, Gütiger ...

Zur Erhebung vor der Brotbrechung:

Heiliger im Heiligtume ruhender Herr, heilige uns durch das Wort Deiner Gnade und durch die Ankunft deines allheiligen Geistes; denn du hast gesprochen: seid heilig, wie ich heilig bin. Herr, unser Gott, unbegreifliches Wort Gottes, wesensgleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist, gleich ewig und unzertrennlich von ihm, nimm den reinen Hymnus bei deinen heiligen und unblutigen Opfern, wie von den Cherubim und Seraphim, so auch von mir Sünder an, wenn ich rufe und spreche: das Heilige den Heiligen

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Das Euchologion des Bischofs Serapion von Thmuis (ägyptisch, 4. Jh)

Präfation

Würdig und gerecht ist es, Dich den unerschaffenen Vater des eingeborenen Jesus Christus, zu loben, zu preisen und zu verherrlichen. Wir loben Dich, unerschaffener Gott, unerforschlich, unausprechbar und unbegreiflich für jedes erschaffene Wesen. Wir loben dich, der vom eingeborenen Sohne erkannt wird, der den Sohn erkennt und seine Herrlichkeiten den Heiligen enthüllt, dich, der erkannt wird von seinem gezeugten Logos, und von ihm geschaut und den Heiligen geschildert wird. Wir loben Dich, unsichtbarer Vater, Spender der Unsterblichkeit. Du bist die Quelle des Lebens, die Quelle des Lichtes, die Quelle jeder Gnade und jeder Wahrheit, Liebhaber der Menschen und Freund der Armen, der sich mit allen versöhnt und durch die Heimsuchung seines geleibten Sohnes alle zu sich zieht. Wir bitten dich, mache uns zu lebendigen Menschen; gib uns den Geist des Lichtes, dass wir dich erkennen, den Wahren, und den du gesandt hast, Jesus Christus. Gib uns den Heiligen Geist, damit wir deine unaussprechlichen Geheimnisse aussprechen und erklären können. Es spreche in uns der Herr Jesus Christus, und der Heilige Geist preise dich durch uns. Denn du bist über jede Regierung, Gewalt, Macht und Herrschaft und über jedem Namen, der genannt wird nicht bloß in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen.
Vor dir stehen tausendmal tausend und zehntausend Engel, Erzengel, Throne, Herrschaften und Gewalten. Vor dir stehen die zwei verehrtesten Seraphim mit den sechs Flügeln. Mit zwei Flügeln bedecken sie das Angesicht, mit zwei die Füße, mit zwei fliegen sie und preisen heilig. Mit ihnen nimm auch unsere Heiligpreisung auf, wenn wir sprechen: Heilig ...

In den Fürbitten nach der Anmansis:

... Dieses Volk soll Barmherzigkeit erlangen und des Fortschrittes gewürdigt werden, die Engel sollen gesendet werden, dem Volke beizustehen zur Vernichtung des Bösen und zur Befestigung der Kirche. Wir rufen dich auch für die Verstorbenen an ...

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Die griechische Markusliturgie (griechische Melkiten, 6. Jh)

Zum großen Einzug:

Die wir mystisch die Cherubim vorstellen und der lebendigen Dreiheit den Hymnus Trishagion zu singen, wollen jede Lebenssorge ablegen, um den König des Alls zu empfangen, der unsichtbar von den Scharen der Engel als seinen Trabenten begleitet wird.

Nach dem Glaubensbekenntnis

Gebieter Jesus Christus, Herr, gleichewiges Wort des anfanglosen Vaters und des Heiligen Geistes, großer Hoherpriester, Brot, das vom Himmel gekommen ist, uns aus dem Verderben das Leben gebracht und als unschuldig Lamm sich für das Heil der Welt dahingegeben hat: wir flehen und rufen dich an, menschenfreundlicher Herr, lass dein Angesicht über diesem Brot und über diesem Kelch leuchten. Durch den Dienst der Engel, durch die Reigen der Erzengel und durch die Tätigkeit der Priester nimmt sie Dein allheiliger Tisch zu Deiner Ehre und zur Erneuerung unserer Seelen auf ...

Zu Ende der Anaphora im Fürbittgebet vor der Präfation:

Gebieter, Herr und Gott. Gib den Seelen all dieser Ruhe in den Zelten der Heiligen und verleihe ihnen in Deinem Reiche die Güter einer Verheißungen, die kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, und die in keines Menschen Herz gekommen sind, die du denen bereitet hast, o Gott, die dich lieben. Bringe ihre Seelen zur Ruhe und würdige sein des Himmelreiches, uns aber gewähre ein christliches, wohlgefälliges und sündeloses Lebensende und gib uns Anteil und los mit allen Deinen Heiligen. Durch den Dienst der Erzengel nimm auf deinen heiligen, himmlischen und geistigen Altar, in die Größe des Himmels die Opfer und Gaben der Darbringenden und ihre Dankes Opfer auf; mögen sie soviel oder weniger insgeheim oder öffentlich dargebracht oder die Absicht dazu gehabt zu haben, ohne die Mittel zu besitzen. Nimm auf die Gaben ...

Zur Präfation:

Denn du bist erhaben über jede Obrigkeit und Gewalt, Kraft und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht bloß in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird. Um dich stehen tausendmal tausend und zehntausend Myriaden von heiligen Engeln und die Heerscharen der Erzengel. Um dich stehen die zwei ehrwürdigsten Wesen, die vieläugigen Cherubim und die sechsflügeligen Seraphim, die mit zwei Flügeln ihr Angesicht verhüllen und mit zweien die Füße und mit zweien fliegen. Mit unermüdetem Munde und mit nie schweigenden Lobpreisungen Gottes ruft einer dem anderen den dreimal heiligen Siegesgesang zu, indem sie zu Deiner großen Herrlichkeit singen, rufen, verherrlichen, schreien und sprechen:
Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen, Himmel und Erde sind voll Deiner Herrlichkeit.

Inklinationsgebet vor der Elevation:

Gebieter, Herr, Gott, allmächtiger, der du über den Cherubim thronst und von den Seraphim verherrlicht wirst, der du aus den Gewässern den Himmel bereitet und mit den Chören der Sterne geschmückt und in der Höhe die körperlosen Heere der Engel aufgestellt hast, vor dir haben wir zum Kennzeichen unserer Knechtschaft den Nacken unserer Seelen und Leiber gebeugt. Vertreibe, wir bitten dich, die verborgenen Angriffe der Sünde aus unserer Seele und erheitere mit den gottgestalten Strahlen deines Heiligtums unseren Geist, damit wir, mit Deiner Erkenntnis erfüllt, an den vor uns liegenden Gütern, an dem reinen Leibe und dem kostbaren Blute Deines eingeborenen Sohnes, unseres Herrn, Gottes und Heilandes Jesus Christus, würdig teilnehmen. Verzeihe uns um deiner großen und unergründlichen Barmherzigkeit willen jede Art von Sünden. Durch die Gnade, Barmherzigkeit und Menschenliebe deines eingeborenen Sohnes, durch welchen und mit welchem dir und deinem allheiligen, guten und lebendigmachenden Geist Ehre und Macht sei, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen.

Zur Erhebung vor der Brotbrechung:

Heiliger, Höchster, Furchtbarer, im Heiligtum ruhender Herr, heilige uns durch das Wort Deiner Gnade und durch die Herabkunft deines allheiligen Geistes; denn du Gebieter hast gesprochen: seid heilig, wie ich heilig bin. Herr, unser Gott, unbegreifliches Wort Gottes, wesensgleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist, Genosse ihrer Ewigkeit und Macht, nimm wie von den Cherubim und Seraphim, auch von mir, deinem sündigen und unwürdigem Diener, den reinen Hymnus auf, der aus meinen unwürdigen Lippen tönt und lautet: Herr, erbarmen dich. ...

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Die ausgeprägten Liturgien

Chrysostomosliturgie: (Endfassung von 1526)

Das Eingangsgebet beim kleinen Eingang:

Gebieter, Herr unser Gott. Du hast im Himmel die Ordnungen und Heere der Engel und Erzengel zum Dienste deiner Herrlichkeit aufgesellt. Bewirke, dass mit unserem Eingang der Einzug heiliger Engel erfolge, die mit uns opfern und deine Güte verherrlichen. Denn dir gebührt aller Ruhm, Ehre und Anbetung, dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit.

Gebet des Trishagionhymnus:

Heiliger Gott, der Du im Heiligtum ruhst, von den Seraphim mit den dreimal heiligem Gesang gepriesen und von den Cherubim verherrlicht und von jeder himmlischen Macht angebetet wirst. Du hast alles vom nichtseiendem ins Dasein gerufen, hast den Menschen nach deinem Gleichnis und Ebenbild erschaffen und ihn mit deiner Gande geschmückt. Du gibst den bittenden Weisheit und Verstand und verwirfst den Sünder nicht, sondern legst ihm zum Heile Buße auf. Du hast uns, deine niedrigen und unwürdigen Diener gewürdigt, zu dieser Stunde vor der Herrlichkeit deines Altares zu stehen und dir die schuldige Verehrung und Anbetung darzubringen. Nimm, o Herr, aus unserem sündigen Mund den dreimal heiligen Hymnus an und blicke in deiner Güte auf uns hernieder. Vergib jede freiwillige und unfreiwillige Sünde, heilige unsere Seelen und Leiber und verleihe uns durch die Fürbitten der heiligen Gottesgebärerin und aller Heiligen, die Dir von Anfang gefallen haben, alle Tage unseres Lebens in Heiligkeit Dir zu dienen. Denn du unser Gott bist heilig und zu dir senden wir Preis empor, zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit.

Darauffolgende Kurzdoxologie vor der Lesung:

Gepriesen bist du auf dem Thron der Herrlichkeit deines Reiches, der du sitzt auf den Cherubim, immerdar, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit.

Cerubimshymnus und das stille priesterliche Gebet dazu beim großen Einzug:

Wir stellen die Cherubim mystisch vor und singen der lebendigmachenden Dreieinigkeit den dreimal heiligen Hymnus: wir wollen alle Sorge des Lebens ablegen als solche, die den König des Alls erwarten, der unsichtbar von der Leibwache der himmlischen Scharen begleitet wird. Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Keiner von den fleischlichen Begierden und Lüsten gefesselten ist würdig, dir zu nahen oder dir zu dienen, König der Herrlichkeit; denn dir zu dienen ist etwas großes und furchtbares selbst für die himmlischen Kräfte. Aber gleichwohl bist du wegen deiner unaussprechlichen und unermesslichen Menschenliebe, ohne Wechsel und Veränderung, Mensch geworden, hast das Amt eines Hohenpriesters verwaltet und als Gebieter des Alls uns die heilige Feier dieses liturgischen und unblutigen Opfers übergeben. Denn du allein, Herr unser Gott, gebietest über alles, was im Himmel und auf Erden ist, du fährst auf dem Thron der Cherubim einher, du bist der Herr der Seraphim, der König Israels, der allein Heilige und im Heiligtum ruhende. Deshalb bitte ich Dich, den allein Guten und Huldgeneigten, siehe auf mich, deinem sündigen und unnützen Knecht, reinige meine Seele und mein Herz von bösem Gewissen und befähige mich durch die Kraft deines Heiligen Geistes, mit der Gnade des Priestertums bekleidet, an diesem deinem heiligen Tisch zu stehen und deinen heiligen und unbefleckten Leib und dein kostbares Blut zu konsekrieren. Mit gebeugtem Nacken flehe und bete ich zu dir, wende dein Angesicht nicht von mir und stoße mich nicht weg von Deinen Kindern, sondern gestatte, dass dir diese Gaben von mir, deinem sündigen und unwürdigem Knecht dargebracht werden. Denn du bist der Opfernde und der Geopferte, der Empfangende und der Austeilende, Christus unser Gott, und zu dir senden wir Preis empor und zu deinem anfanglosen Vater und zu deinem allheiligen, guten und lebendigmachenden Geist, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit.

In der großen Ektenie (Litania = Fürbitten) singt der Chor:

Den Engel des Friedens, den treuen Führer, den Wächter unserer Seelen und Leiber: lasset uns vom Herrn erbitten.

In der Präfation wird gebetet:

Billig und gerecht ist es, dich zu besingen, dich zu preisen, dich zu loben, dir zu danken und dich an jedem Ort deiner Herrlichkeit anzubeten. Denn du bist der unaussprechliche, unergründliche, unsichtbare, unbegreifliche, ewige und unveränderliche Gott, du und dein eingeborener Sohn und dein Heiliger Geist. Du hast uns aus dem Nichts in das Dasein gerufen und nach dem Fall wieder aufgerichtet. Du hast uns nicht verlassen, sondern tust alles, bis du uns in den Himmel gebracht und dein zukünftiges Reich uns verleihen hast. Wir danken dir und deinem Sohn und deinem Heiligen Geist für dieses alles, für alle uns bekannten, offenkundigen und verborgenen Wohltaten, welche uns erweisen worden sind. Wir danken dir auch für diesen Opferdienst, den du aus unseren Händen annehmen willst, obgleich Zehntausende von Erzengeln und Myriaden von Engeln, die Cherubim und die sechsflügeligen, vieläugigen, schwebenden und fliegenden Serafim bei dir stehen. Diese singen, schreien, rufen und sprechen den Siegeshymnus.
Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Himmel und Erde sind voll seiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.
Mit diesen seligen Kräften rufen und sprechen auch wir, menschenfreundlicher Herr: Heilig bist du, ja allheilig, du und dein eingeborener Sohn und dein Heiliger Geist. Heilig bist du, ja allheilig, du und prächtig ist deine Herrlichkeit.

In den Bitten vor dem Vaterunser wird wiederum gebetet:

Den Engel des Friedens, den treuen Führer, den Wächter unserer Seelen und Leiber: lasset uns vom Herrn erbitten.

Ganz am Schluss der kurze Gruß an Maria:

Wir preisen dich, wahrhaftige Gottesgebärerin, die du ehrwürdiger bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, da du unversehrt das Wort Gottes geboren hast.

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Die Basilius-Liturgie (Endfassung 15. Jahrhundert)

In der Präfation wird gebetet:

Seiender, gebietender Herr, Gott Vater, angebeteter Allherrscher. Wahrhaft billig, gerecht und der Größe deiner Heiligkeit geziemend ist es, dich zu loben, dich zu besingen, dich zu preisen, dich anzubeten, dir zu danken, dich, den einzigen, den wahrhaft seienden Gott zu verherrlichen und dir mit zerknirschtem Herzen und im Geiste der Demut diesen unseren vernünftigen Gottesdienst darzubringen; denn du hast uns die Erkenntnis deiner Wahrheit geschenkt. Wer wäre im Stande, deine Macht auszusprechen, all dein Lob zu verkündigen oder all die Wunden aufzuzählen, die du Gebieter des All, Herr des Himmels und der Erde und jedes sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfes , zu allen Zeiten gewirkt hast. Du sitzt auf dem Thron der Herrlichkeit und blickst auf die Abgründe nieder, Ewiger, Unsichtbarer, unbegreiflicher, unbeschreiblicher, unveränderlicher, Vater unseres Herrn Jesus Christus, des großen Gottes und Retter unserer Hoffnung. Dieser ist das Bild Deiner Güte, das Siegel der Gleichheit, das in sich den Vater zeigt, das lebendige Wort, wahrer Gott von Ewigkeit, Weisheit, Leben, Heiligung, Kraft und wahres Licht. Von ihm erschien der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit, das Gnadengeschenk der Kindschaft, das Unterpfand der künftigen Erbschaft, der Erstling der ewigen Güter, die lebendigmachende Kraft und die Quelle der Heiligung. Vom ihm gestärkt dient dir jedes vernünftige und geistige Geschöpf und sendet zu dir ewige Lobpreisung empor, weil alles dir dienstbar ist.Denn dich loben die Engel, Erzengel, Throne, Herrschaften, Mächte, Gewalten, Kräfte und die vieläugigen Cherubim. Rings um dich stehen die Serafim, von denen jeder sechs Flügel hat; mit zweien bedecken sie das Angesicht, mit zweien die Füße und mit zweien fliegen sie. Mit unermüdetem Munde und mit nie schweigender Lobpreisung ruft einer den anderen den Siegeshymnus zu, indem sie singen, rufen, schreien und sprechen:
Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Himmel und Erde sind voll seiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

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Die Liturgie der Vorgeheiligten Gaben (Endfassung 14. Jahrhundert)

Zweites Gebet für die Gläubigen

Heiliger, allgütiger Herr, dringend bitten wir dich, den Erbarmungsreichen, uns Sündern gnädig zu sein und uns des Empfanges Deines eingeborenen Sohnes, unseres Gottes, des Königs der Herrlichkeit, würdig zu machen. Denn siehe, sein unbefleckter Leib, und sein lebendigmachendes Blut erscheinen in dieser Stunde und sollen auf diesen geheimnisvollen Tisch gelegt werden. Von einer zahlreich himmlischen Heerschar werden sie begleitet. Verleihe uns, sie nicht zum Gericht zu empfangen, damit unser Geistesauge durch sie erleuchtet werde und wir Kinder des Lichtes und des Tages werden. Durch die Gnade deines Christus, durch welchen du gepriesen bist samt deinem allheiligen , guten und lebendigmachendem Geist, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit.

Chorgesang zum großen Einzug:

Jetzt beten mit uns die himmlischen Mächte unsichtbar an; siehe, hereinkommt der König der Herrlichkeit; siehe, das geheimnisvolle vollendete Opfer wird feierlich eingeführt, mit Glauben und Furcht wollen wir hinzutreten, um Genossen des ewigen Lebens zu werden. Halleluja

In den Fürbitten vor der hl. Kommunion wird gebetet:

Den Engel des Friedens, den treuen Führer, den Wächter unserer Seelen und Leiber: lasset uns vom Herrn erbitten.

Im stillen Priestergebet dazu:

... Siehe selbst, o unsichtbarer König, der du Großes und Unerforschliches, Herrliches und Wundersames wirkst, auf uns, Deine unwürdigen Knechte, die wir an dem Thron der Cherubim, an Deinem Altar stehen, auf dem dein eingeborener Sohn, unser Herr, mittels der vorliegenden furchtbaren Gaben ruht. Befreie uns und das gläubige Volk vor jeder Unreinigkeit und heilige unser aller Seelen und Leiber durch die Unentziehbare Heiligung, damit wir mit reinem Gewissen, mit unbeschädigtem Angesicht und erleuchtetem Herzen an diesem göttlichen Heiligungsmittel teilnehmen und, von ihnen belebt, mit Christus selbst, unserem wahren Gott, vereinigt werden. ...

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Gebet des Gregor von Narek

,,Sie sind gut, sie sind deine Schuldner, o Wohltäter;
das Böse hat sie nicht berührt;
sie sind auf dein erhabenes Geheiß hin erschaffen worden, du höchstes Sein ;
sie sind mächtige Heere, dank deiner Vorsehung, du Allerhöchster;
sie sind heilig, rein und unbefleckt,
voll des Segens, voller Glanz, Sieger und unbezwingbar,
so schnell wie der Geistesblitz ...
... Die Engel sind himmlische, erlauchte Mächte,
unbefleckte und furchterregende Heere;
sie sind, o himmlischer Gott, deine freien und edlen Sendboten,
die das Licht deiner leuchtenden Wolke widerstrahlen."


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